Ephedrin


Fatburner

Als Fatburner werden jene Substanzen genannt, die nach Meinung der Anwender aktiv Fett verbrennen oder zumindest hierbei behilflich sind. Die Wirkstoffgruppe ist hierbei als recht groß anzusehen.

Als Fatburner gelten folgende Wirkstoffe bzw. Wirkstoffkomplexe:

  • Beta-Sympathomimetika wie Ephedrin und Clenbuterol
  • Alpha-Sympathomimetika wie Yohimbin
  • Xanthine wie Coffein und Theophyllin
  • Natürliche Fettsäuren wie DHA, EPA und CLA
  • Wachstumshormon (STH/HGH)
  • IGF-1
  • Anabole/androgene Steroide  wie Stanozolol und Trenbolon
  • Schilddrüsenhormone
  • Spezielle thermogene Fatburner-Stacks wie ECA-Stack (Ephedrin/Coffein/Aspirin)
  • Insulinrezeptoren-Modulatoren wie Metformin und Vanadyl
  • Appetitzügler wie Phentermin und Sibutramin
  • DNP (Dinitrophenol)
  • Klassische Fatburner mit Carnitin und Cholin
Die Liste der potentiellen Fatburner ist sehr lang, wie unschwer zu erkennen ist. Dabei ist lediglich ein Bruchteil genannter Wirkstoffe und Wirkstoffkomplexe eine wirkliche Hilfe im Kampf gegen überschüssiges Körperfett, allen voran die Beta- und Alpha-Sympathomimetika. Diese wirken direkt auf die Thermogenese und erhöhen dadurch die Körpertemperatur. Hierdurch verbrennt der Körper mehr Kalorien. Allerdings ist zu bezweifeln, dass dieser Mehrverbrauch so immens ist, dass sich ein merklicher Fatburner-Effekt hierdurch nachweisen lässt. Die Hauptwirkung entfalten genannte Substanzen eher durch eine stark appetithemmende und teilweise diuretische, also entwässernde, Wirkung. Ebenfalls nützlich ist das Wachstumshormon. Hierüber ist bekannt, dass es direkt Fettsäuren aus dem Körperfettgewebe verbrennt und das auch ohne Training. Allerdings ist das Wachstumshormon verschreibungspflichtig und birgt gewisse Risiken bei der Anwendung. Ebenfalls durchaus wirkungsvoll sind Schilddrüsenhormone, allen voran das Liothyronin (T3). Die Schilddrüsenhormone regeln die Geschwindigkeit des Stoffwechsels, eine exogene Zufuhr wirkt wie ein Stoffwechselturbo. Allerdings wird hierbei nicht nur Fett verbrannt, sondern vielmehr jeder mit der Nahrung zugeführte Nährstoffe, Protein und Kohlenhydrate inklusive. Eine Anwendung ohne paralle Gabe antikataboler androgener/anaboler Steroide geht fast immer mit einem immensen Verlust an Muskelmasse einher. Chemische Appetitzügler wie Phentermin oder Sibutramin weisen zwar auch eine gewisse Wirkung auf, bergen aber auch das Risiko ernster Nebenwirkungen wie z.B. Blutdruckerhöhung. Die klassischen Fatburner, die im Grunde keine solchen sind, kann man getrost vergessen. Die Rede ist von den speziellen Wirkstoffkomplexen mit Carnitin, Cholin und weiteren weitestgehend nutzlosen Substanzen. Diese sind ein Relikt der 80er Jahre und haben im Medikamenten- und Supplementarsenal moderner Athleten nichts mehr zu suchen. Letztlich bietet kein Wirkstoff eine Wirkung ohne entsprechende Nebenwirkung, oftmals sind die zu erwartenden Nebenwirkungen allerdings erträglich und absehbar. Ein Stoff, bei dem dies jedoch definitiv nicht der Fall ist, ist DNP (Dinitrophenol), ein Pflanzengift, das derart tief in den Stoffwechsel eingreift, dass Körperfettverluste von einem halben Kilogramm und mehr pro Tag möglich sind – wohlgemerkt ohne Diät oder zusätzliche Bewegung. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch eine sehr starke Erhöhung der Körpertemperatur, die derart drastisch ausfällt, dass eine Handvoll unvorsichtiger Anwender regelrecht von innen verkocht sind. Daher an dieser Stelle die dringende Warnung: Wer Fatburner benutzen möchte und sich im Vorfeld über die zu erwartenden Nebenwirkungen im Klaren ist, die Anwendung eventuell sogar ärztlich überwachen lässt, soll dies tun – die Nebenwirkungen von DNP sind jedoch unberechenbar und können im schlimmsten Fall mit dem Tod enden!

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