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Ephedrin
Ephedrin
wirkt sympathomimetisch (anstriebssteigernd) und ist somit der
Gruppe der Stimulanzien zuzuordnen, weshalb es auch auf der Dopingliste
steht.
Ephedrine
ist ein natürlich vorkommendes Alkaloid,
das u.a. aus der Pflanze Ephedra sinica (Ma
Huang) und Sida Cordifolia gewonnen wird. Ephedrin wird
in der
Schulmedizin u.a. bei asthmatischen Anfällen
und Adipositas eingesetzt.
Ephedrin
setzt genau wie Amphetamin Noradrenalin und Adrenalin frei. Es
erzeugt im Körper eine Thermogenese (Wärmeentstehung
im Körper), indem es über
verschiedene Mechanismen leicht die Körpertemperatur
erhöht, was eine erhöhte
Kalorienverbrennung zur Folge haben kann. Zusätzlich stimuliert es die
Schilddrüse, indem es das
schwächere T4 (Levothyroxin) in die stärkere T3
(Liothyronin) umwandelt,
wodurch es den Stoffwechsel beschleunigt. Studien belegen, dass die
Umwandlungsrate mit fortschreitender Anwendung steigt.
Ephedrin stellt somit einen potenten
„Fatburner“ dar.
Vor
allem aber Wettkampfbodybuilder, die eine strenge und harte
Diät machen,
benutzen das Ephedrin gerne. Es reduziert den Appetit sehr stark, was
das
Durchhalten einer Wettkampfdiät ein wenig erleichtert.
Da
Ephedrin auch von der Struktur dem Amphetamin ähnelt, hat
es auch eine
leichte Wirkung auf das zentrale Nervensystem. Dies bedeute in der
Praxis, dass
ein intensives und vor allem schmerzfreies Training möglich
ist, auch während
einer kalorienreduzierten Ernährung, wie es eben eine
Diät darstellt. Durch die
Stimulierung des zentralen Nervensystems wird die Konzentration,
Wachsamkeit
und das Zusammenspiel von Muskel und Nerv erheblich verbessert. Ein
hartes
Training kann den Stoffwechsel stark ansteigen lassen, womit wir erneut
bei einer
gesteigerten Fettverbrennung angelangt wären. Diese Tatsache
gilt auch bei
starken Diäten, wo die Kalorien- und Kohlenhydratezufuhr
eingeschränkt ist.
Da
Ephedrin, wie zuvor erwähnt, eine anorektische, also
appetitmindernde
Wirkung entfaltet, lassen Anwender gerne mal die ein oder andere
Mahlzeit aus
oder vergessen diese schlichtweg einzunehmen. Genau das ist auch der
Effekt,
der laut Studien zum Gewichtsverlust führt. Diese Tatsache ist
auch in einigen
wissenschaftlichen Studien ausreichend belegt worden. Trotzdem sollte
keine
Nulldiät gemacht werden. Zumindest sollte die
Eiweißaufnahme hoch
gehalten werden, um nicht die vorhanden Muskelmasse zu verbrennen.
Zudem sollte darauf
geachtet werden, dass
ausreichend Flüssigkeit aufgenommen wird (mindestens 2,5
Liter, am besten
stilles Mineralwasser oder Tee).
Auf
Grund der besagten antriebssteigernden Wirkung benutzen
Bodybuilder, generell leistungsorientierte Athleten, das Ephedrin gerne
als so
genannten „Trainings-Booster“. Bereits eine gute
Stunde nach der Einnahme ist
ein Kraftzuwachs von ca. 10-25% zu verspüren, was die rege
Anwendung vor einem
schweren Training erklärt. Die hierbei verwendete Dosierung
liegt
erfahrungsgemäß zwischen 25 und 50mg Ephedrin. Wird
Ephedra (Ma Huang) oder
Sida Cordifolia verwendet, so ist der echte Ephedrin zwar schwer zu
bestimmen,
dennoch geben die meisten Anbieter einen Richtwert an, wieviel Prozent
des
begehrten Alkaloids im Produkt enthalten ist.
Zu
Diät-Zwecken verwenden Frauen 1-3 x täglich jeweils
10-25mg Ephedrin, Männern nehmen das Doppelte,
nämlich 1-3 x jeweils 20-50mg.
Gerne hinzugestackt werden hier Coffein und Acetylsalicylsäure
(Aspirin), was
die Wirkung gemäß diverser Studien
verstärkt. Jedoch ist bei diesem Vorgehen
Vorsicht anzuraten: Sowohl Ephedrin als auch Coffein lassen den
Blutdruck stark
ansteigen, die Kombination beider Stoffe kann ernste Nebenwirkungen
hervorrufen.
Nebenwirkungen
können sich in Form von Herzrasen, Schlaflosigkeit,
Tremor (leichtes Fingerzittern ), Kopfschmerzen, Schwindel und
Bluthochdruck
äußern. Ephedrin sollte nicht eingenommen werden,
wenn der Anwender schon unter
zu hohem Blutdruck und einer Überfunktion der
Schilddrüse leidet. Bei häufigem
Ephedringebrauch kann es zu einer Gewöhnung und
Toleranzentwicklung kommen,
wodurch höhere Dosen eingenommen werden müssen, um
denselben Effekt zu
erzielen.
Gleichzeitig
können sich Gefühle von dauerhafter
Mattigkeit und
Niedergeschlagenheit und Schlafstörungen (ein sogenannter
Aufputsch-Hangover)
einstellen. Darüber hinaus kann ein längerer
intensiver Konsum zu psychischer
Abhängigkeit führen.
Mögliche
Langzeitfolgen sind nicht auszuschließen und
äußern sich
in Beeinträchtigung
der
Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit,
Gereiztheit, Nervosität,
aggressivem Verhalten, Herzrhythmusstörungen und chronischem
Bluthochdruck.
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